Saskia Stephan Köln

 

 

 

 

 

 

 

 

 

sakoStarke, farbintensive und deutliche Formen

bevölkern die Malereien der Kölner Künstlerin

Saskia Stephan. Ihre Arbeiten wirken auf mich

klar komponiert und im Spiel von Form und

Restform in einem befremdenden Kräftegleichgewicht.

Und dennoch hat es den Anschein, als schöpfe die Künstlerin ihre

Bilder direkt aus dem Tiegel archaischer Weiblichkeit.

Sie lädt mich, fern von zeitgeistigen Bewegungen, zum Stehen-

bleiben und Luftholen ein, lässt mich das Licht ihrer Arbeiten

genießen und reißt mich, durch die eigenständige Symbolik,

gleichsam aus der Trance bequemlicher Harmonien.

Und schließlich rankt sich die weiche Gesamtausstrahlung ihrer

Bilderwelten um die eigenwillige Präzision und Härte der technisch

ausgefeilten Umsetzung.

Von diesen leisen Gegensätzen sind ihre Arbeiten, mit denen sie

zu verzaubern weiß, auffallend geprägt.

Henri Winter 1998


 

Die vermeintliche Extravaganz der subtilen Vakanzen ereilt

den Visionär unvermittelt ob der Betrachtung von Diesseits

und Jenseits. Der Respekt vor den kardinalen Standpunkten

geläuterten Lebens zeigt sich in allen Finessen der präsentierten

Koordination.

Wer wäre hier noch seiner selbst nach der Analyse der

kolorierten Realitäten?

Immerhin kann jedoch die Beweglichkeit eines nicht zu

schwachen Geistes mehrere Etagen im Konstrukt von Form

und Farbe zeitgleich überwinden und sich hier in weiteren

skurrilen oder auch synchronen Wandlungen einer durchweg

positiven Entwicklung hingeben.

Ludmilla von Knechtsteden im September 2012