Die vermeintliche Extravaganz der subtilen Vakanzen ereilt
den Visionär unvermittelt ob der Betrachtung von Diesseits
und Jenseits. Der Respekt vor den kardinalen Standpunkten
geläuterten Lebens zeigt sich in allen Finessen der präsentierten
Koordination.

Wer wäre hier noch seiner selbst nach der Analyse der
kolorierten Realitäten?

Immerhin kann jedoch die Beweglichkeit eines nicht zu
schwachen Geistes mehrere Etagen im Konstrukt von Form
und Farbe zeitgleich überwinden und sich hier in weiteren
skurrilen oder auch synchronen Wandlungen einer durchweg
positiven Entwicklung hingeben.

 

Ludmilla von Knechtsteden im September 2012

 

 


 

 

Starke, farbintensive und deutliche Formen bevölkern die
Malereien der Kölner Künstlerin Saskia Stephan.

Ihre Arbeiten wirken auf mich klar komponiert und im Spiel von
Form und Restform in einem befremdenden Kräftegleichgewicht.

Und dennoch hat es den Anschein, als schöpfe die Künstlerin ihre
Bilder direkt aus dem Tiegel archaischer Weiblichkeit.

Sie lädt mich, fern von zeitgeistigen Bewegungen, zum Stehen-
bleiben und Luftholen ein, lässt mich das Licht ihrer Arbeiten
genießen und reißt mich, durch die eigenständige Symbolik,
gleichsam aus der Trance bequemlicher Harmonien.

Und schließlich rankt sich die weiche Gesamtausstrahlung ihrer
Bilderwelten um die eigenwillige Präzision und Härte der technisch
ausgefeilten Umsetzung.

Von diesen leisen Gegensätzen sind ihre Arbeiten, mit denen sie
zu verzaubern weiß, auffallend geprägt.

Henri Winter 1998

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 (c) 2012 by Peter Brandt und Saskia Stephan